
9 11 Zwei Tischleuchter mit dem Monogramm König Friedrichs II von Preussen Potsdam, Mitte 18. Jahrhundert Silber, gegossen und getrieben. Achteckiger, gestufter Fuß mit Hohlkehlung und mittiger Wölbung. Unter dem facettierten, am Ansatz mit 4 Zungen verzierten Balusterschaft gewölbter Nodus. Auf dem Schaft das gravierte Monogramm FR mit Königlicher Krone für König Friedrich II von Preussen (geb. 1712, reg. 1740 - 1786). Ein Leuchter mit Gewichtsangabe „1M(ark)“, Potsdamer Stadtmarke, Äldermannsbuchstabe „B“, Lötigkeitsziffer „12LO“ und MZ „Müller“ (wohl Johan Jacob oder Christian Friedrich Müller). 245g. Der andere Leuchter mit Gewichtsangabe „1 Mark 3/4 Lth.“, Potsdamer Stadtmarke, Lötigkeitsziffer „12LO“ und MZ: „F.W.Müller“ (kursiv), 252g. H. 14,7/15 cm 15000,– Aus einer schwäbischen Privatsammlung. König Friedrich II von Preußen (geb. 1712), genannt Friedrich der Große war ab 1740 König in und ab 1772 König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg. Der Berliner Hofgoldschmied Johann Christian Lieberkühn schuf in Zusammenarbeit mit Müller aus Potsdam diese Serie an Leuchtern, deren Form auch von anderen Silberschmieden übernommen wurden. Neben dem Monogramm Friedrichs II findet sich mit dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms II (1786) auch dessen Monogramm auf dieser Leuchterart. Jeder Leuchter trägt eine obligatorische Gewichtsangabe. Lit.: Klaus Overzier, Deutsches Silber 1550-1850, S. 132/133, Abb. 211. Vgl. auch Kaiserliches Gold und Silber, Schätze der Hohenzollern aus dem Schloß Huis Doorn, Kat.Nr. 56. Zu den Marken vgl. Scheffler, Mittel- und Nordostdeutschland, S. 256ff., Nr. 530a, 534, 541, 544, sowie S. 257, Nr. 10, 550/550a, ein Tischleuchter mit Monogramm Friedrichs erwähnt unter 550a/g. Zur Goldschmiedefamilie Müller vgl. Scheffler, Berlin, S. 116ff. Zum Monogramm vgl. Otto C. Flämig, Monogramme auf Münzen, Medaillen, Marken, Zeichen und Urkunden, Nr. 2460, 2461, 2463. Min. ber. Two rare silver candlesticks with the monogram of King Frederick II (The Great) of Prussia (reg. 1740-1786). Potsdam, middle of 18th ct. Maker’s marks of the Muller family (probably Johan Jacob Muller or Christian Friedrich Muller). One marked “Muller” the other one marked “F.W.Muller”. Hallmarks of Potsdam, one with assay master’s mark “B”, both with “12LO” standard marks. Tog.c. 497g. - Minor wear.