NAGEL AUKTIONEN 38M KOCH

7 Stuttgartantrat.DerSohnwechselteaufdasdortigeRealgymnasium und besuchte anschließend die Handelsschule in Stuttgart. Er begann eine kaufmännische Ausbildung in der Schriftgießerei Otto Weisert, erweiterte sein Wissen im Druckereiwesen und war als Kaufmann im In- und Ausland tätig. 1886 heiratete er im Alter von 25 Jahren Annemarie Hochstaetter (1864-1911), die Tochter des Darmstädter Tapetenfabrikanten Carl Hochstaetter. Aus dieser Ehe sind fünf Töchter und ein Sohn hervorgegangen. Nach dem Tod von Annemarie heiratete Koch 1914 ein zweites Mal, Elisabeth von Sichart zu Sichartshofen (1886-1961). Die jüngste Tochter des Obersten von Sichart zu Sichartshofen aus München gebar ihm weitere drei Töchter. Beruflich eröffneten sich Alexander Koch durch den Eintritt in die Firma seines Schwiegervaters Carl Hochstaetter neue Perspektiven. Er stellte fest, „dass die ganze Tapetenbranche unter geradezu unglaublichen Missständen litt, dass von einer geordneten kaufmännischen Kalkulation, von einer Organisation des Handels keine Rede war“. Deshalb gründete Koch 1887 einen Verlag und begann mit der Herausgabe der „Tapeten-Zeitung“. Er wollte mit diesem Fachblatt die Interessen der Branche wahrnehmen. Koch bewirkte damit die Gründung des „Vereins deutscher Tapeten-Fabrikanten“. Nachdem er so erfolgreich auf Fabrikanten und Händler einge- wirkt hatte, wollte er in einem weiteren Schritt auch die Endkunden ansprechen. Koch brachte die „Reklamebücher“ heraus, die über den Tapetenhandel verteilt wurden. Die kleinen Schriften sollten die Laien informieren, das Qualitätsbewusstsein schärfen und den Geschmack bilden. Sie kamen beim Kunden gut an und förderten letztlich den Absatz besserer Tapeten. Es folgten die produktivsten Jahre des Verlegers Alexander Koch. In den Jahren um die Jahrhundertwende sollte sich Koch mit weiteren Zeitschriften, Monografien zum Werk herausragender Architekten und anderen Einzelpublikationen zu richtungweisen-

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