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17 Außerdem befand sich in der Wohnung der Fürstin ein in Öl auf Kupfer gemaltes Porträt der Henrietta Maria, Königin von England, Schottland und Irland. Es ist auf dem Rahmen rückseitig bezeichnet mit „Ant. van Dyck“ und trägt das Inventaretikett der „Rath Streit‘sche Kunstsammlung Fürst Bismarck-Wohnung, Obere Saline - Bad Kissingen“. Es dürfte sich hierbei um ein Werk nach oder aus der Schule des flämischen Malers Anthonis van Dyck (1599-1641) handeln (Katalog-Nr. 580). Nach 1890 wurde Bad Kissingen so etwas wie eine Wallfahrtsstätte der Nation. Bismarck war vom Kaiser entlassen worden. Scharen von Delegationen reisten an, um dem „Kanzler ohne Amt“ zu huldigen. Sein letzter Aufenthalt in Bad Kissingen im Jahr 1893 gestaltete sich allerdings beson- ders dramatisch. Bismarck war lebensgefährlich erkrankt und konnte erst nach drei Wochen sein Krankenlager wieder verlassen. Nach seiner Abreise blieb die Wohnung unverän- dert erhalten. 1997 konnte die Stadt Bad Kissingen vom Staat die Obere Saline erwerben. Sie wurde mit hohem finanziellen Aufwand saniert und restauriert, und zum 100. Todestag des Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck konnte das „Bismarck-Museum“ eröffnet werden. Dort ist die historische Bismarck-Wohnung mit originalem Interieur zu besichtigen. Die Wohnung der Fürstin war aufgelöst worden. In diesen Räumen befinden sich nun die musealen Schauräume, in denen der Makrokosmos der Bismarckschen Politik im Mikrokosmos des Weltbades Bad Kissingen gezeigt wird.

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