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18 Dass Nagel Auktionen heute Objekte aus dem Bad Kissinger Salon der Fürstin Johanna von Bismarck und mit Bezug zu dem bekannten Kurort anbieten kann, verdankt die Firma den Nachfahren des Karl Stephan Streit. Er wurde 1833 in Münnerstadt in Unterfranken geboren und besuchte dort das Gymnasium. Er wurde Sekretär des landwirtschaft- lichen Vereins, dann Regierungsrevisor und später zum königlich bayerischen Ökonomierat ernannt. Nachdem sein in den Adelsstand erhobener Bruder Dr. Ignaz von Streit Pächter der Badeeinrichtungen in benachbarten Kurorten Bad Kissingen und Bad Bocklet geworden war, übernahm Karl Streit die Oberaufsicht über die Landwirtschaft und die Gärtnerei der längst zu Wohnraum umfunktionierten Oberen Saline in Hausen bei Bad Kissingen. Streit war auch Kunst- und Antiquitätensammler. Er hatte eine besondere Vorliebe für die Werke des Bildhauers Tilman Riemenschneider, die heute teilweise im Bayerischen Nationalmuseum in München und im Mainfränkischen Museum in Würzburg ausgestellt sind. Er war auch als Kunst- berater tätig, unter anderem für Graf Friedrich von Luxburg, der sich bei der Anschaffung von Kunstwerken für sein Schloss Aschach auf den Rat von Karl Streit verließ. Streits Schwiegervater war der Bildnismaler Albert Riegel, der um 1827 in München studierte und dort tätig war. Von ihm stammt auch ein Bildnis seiner beiden Töchter, von denen die eine die Urgroßmutter der jetzigen Eigentümer darstellt.

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