25 Seit er 1961 auf dem Passauer Flohmarkt eine alte Petroleumlampe erstanden hatte, fühlte er sich von Antiqui- tätenmärkten angezogen. 1969 machte er sich als Händler selbständig und bezog 1973 erste Geschäftsräume am Jesu- itenplatz. 2002 eröffnete er im Nachbarhaus ein größeres Ladengeschäft, welches er zusammen mit seiner Ehefrau Brunhilde führte. Mathias Huther war Mitglied des Rhein- ländischen Kunsthändler-Verbandes in Köln. Als Kunst- und Antiquitätenhändler hatte Mathias Huther eine besondere Vorliebe für dekorative Möbel und Einrichtungsgegenstände des Klassizismus. Sein Geschäft war entsprechend seiner Profession immer besonders auch für das Auge eine Wohltat. Er war einer der ersten, der dafür eintrat, dass man auch „Biedermeier mit Moderne“ kombi- nieren könne, „solange das Ausbalancieren gekonnt ist und vom guten Geschmack zeugt“, sagte er. „Der reine Stil allein hat nicht mehr den Stellenwert“. Mathias Huther hat das früh erkannt und in seinem Geschäft gekonnt umgesetzt. Nach seinem Tod wurde das Antiquitätengeschäft aufgelöst. Der Bestand kommt nun bei Nagel Auktionen zur Versteigerung.Wir danken der Familie Huther für das in unser Haus gesetzte Vertrauen.
