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259 sich taufen zu lassen. Als er aus dem Wasser steigt, sieht er den Himmel geöffnet und den Heiligen Geist in Taubengestalt herabkommen. Zugleich hört er Gottes Stimme vom Himmel, der ihn als sei- nen geliebten Sohn proklamiert. Das Thema erlaubt dem Bildhauer hier, mit abwechslungsreicher Landschaft und in die Tiefe gestaffelten, bekleideten und nackten Figuren in unterschiedlichsten Posen und Verkürzungen, zu arbeiten. So wechseln Rückenakte mit Seitenansichten ab, verlieren sich Bekleidungen im detailreichen Faltenwurf. Interessanterweise und vielleicht ehemals dem Auftraggeber geschuldet, ist die Herausrückung der eigentlichen Szene aus der Bildmitte, in die Tiefe gesetzte Figuren bilden den Übergang zu der dominanten Szenerie im rechten Vordergrund des Reliefs, wo wir eine halbentblößte Frau mit einem Baby im Arm sehen, das sowohl an die Meister der italienischen Renaissance gemahnt aber auch eine Verbindung zur rubinesken Darstellungsweise herstellt. Auffallend auch die aufwendige Bearbeitung des Reliefs von den tremolierten Gräsern über die naturalistische Formulierung einzelner Muskel- und Sehnenpartien bei Christus. Seine Figur, gleichwohl nicht die ganz zentrale Figur, wird doch in den Mittelpunkt gerückt durch die Neigungen und Blicke der weiteren Protagonisten wie auch durch seine fast vollplastische Ausarbeitung, so dass er fast alle Reliefebenen mit einnimmt und nicht flach im Vordergrund erscheint. The Baptism of Christ. Franconia, 1st half of 17th ct. A limewood relief. Later wooden frame. Damages due to age. 450

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