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Los 53

Potalaka - Das „Reine Land des Avalokiteshvara“

Schätzpreis:

3.000 € - 5.000 €

Zuschlagspreis:

11.000 €

Beschreibung:

Tibet, Kham, 18. Jh.
62,5 x 41 cm (113,5 x 66,5 cm)
Hoch aus dem Urozean ragt das „Reine Land des Avalokiteshvara“ empor, auf dessen Gipfel der dreigeschoßige Potala-Palast steht. Seine reale Entsprechung ist der Regierungs-Palast der Dalai Lamas in Lhasa, mit dem selben Namen - Potala. Die Insel auf der sich das Paradies des Avalokiteshvara gründet, ist mit hohen Felsen umstanden und reich an Baumbeständen und grünen Matten. Glückswolken umwabern den Gipfel und eine kosmische Regenbogenstrahlung überspannt den Palast. Eine feste Mauer umgibt den Palastbezirk mit mehreren goldüberdachten Toreingängen. Im Sakrum des Tempels residiert, auf einem weißen Mondlotos, der Bodhisattva Avalokiteshvara als Emanation des weißfarbenen Padmapani. Zwei zornvolle Gottheiten, und zwei Bodhisattvas, umgeben Padmapani. Er ist der „Lotosträger“, eine von 108 Emanationen des Bodhisattva Avalokiteshvara. Zweifellos ist dieser Bodhisattva, neben Buddha, die beliebteste und meistverehrte Gottheit Tibets. Im Schmuckkörper des Samboghakaya, als aktive, tätige Weisheit des Buddha Amitabha, zeigt er sich in königlicher Erscheinung, kostbar geschmückt. Jedes sichtbare Teil seiner erhabenen Erscheinung ist ein Zeichen seiner, vielfältigen Tugenden. So steht sein sechsfacher Schmuck für Hingabe, Sittlichkeit, Geduld, Stärke, Versenkung, und Einsicht. Das Gazellenfell über seiner linken Schulter verdeutlicht die Einbeziehung der Tiere in sein Mitgefühl. Seine rechte Hand hält er wünsche gewährend nach außen geöffnet. Mit der linken Hand hält Padmapani den Lotosstängel, Symbol der Reinheit und Weisheit - denn der Lotos entwächst dem Schlamm und Schmutz, und erblüht in Reinheit. Zahlreiche Persönlichkeiten, wie der König Songtsen Gampo, Lamas und Laien, kauern auf Kissen im Vorhof des Palastes. In der zweiten Etage des Tempels erscheint Avalokitesvara in der Emanation des Shadakshari, dem „Herrn der Sechs Silben“ - om ma ni pad me hum. Begleitet wir der „Bodhisattva des Mitgefühls“ von zwei weiteren Bodhisattvas (?). In der obersten Kapelle seines Palastes, überdeckt von einem goldenen Dach, erscheint in legerer Sitzhaltung ein weiteres Abbild des Bodhisattva Padmapani. In den kosmischen Kreisen die die oberen Geschoße des Tempels umgeben erscheinen die Fünf Tathagatas, und der historische Buddha Shakyamuni. Über der umwölkten Spitze des Golddachtempels zeigen sich Himmelswesen die Klangopfer und Ehrengeschenke darbringen. Links und rechts präsentieren sich Patriarchen und Gelehrte der Sakya-Schule Tibets. Im weiten Luftraum fliegen völlig schwerelos, befreit von allen irdischen Bindungen, zwei Lamas mit wehenden Gewändern. Am Fuße des Potalaberges, der umgeben ist vom Urozean, erkennt man die in Rüstungen gekleideten Weltenkönige, die die bei Padmapani Zufluchtsuchenden empfangen. Auf dem Ozean herrscht reger Betrieb. Viele Wesen nehmen alle möglichen Anstrengungen auf sich um zum Potala zu gelangen, schwimmend, zu Schiff oder auf imaginären Energiebrücken. Helfer kommen Ihnen entgegen, wie zum Beispiel die Grüne Tara, sie schwimmt zu Wasser einem Boot aus Leder engegen. Padmapani erscheint persönlich, teils auf den vorgelagerten grünen Matten, teils auf weißen Wolken. Die energievolle Entsprechung Avalokiteshvaras, als höchst zornvoller Hayagriva, erscheint ebenfalls auf einer vorgelagerten Aue. Seine fast abschreckend wirkende flammende Energie richtet sich jedoch nicht persönlich gegen die Ankömmlinge, sondern sie wirkt reinigend und heilend für deren angesammelten karmischen Belastungen, und inwändig verkrusteten Hindernisse. Alle diese Szenen versprechen Hilfe und Errettung aus den unterschiedlichsten Lebensnöten. So stellt dieser Potala-Palast des „Bodhisattva des Mitgefühls“ Avalokiteshvara, einen Sehnsuchtsort dar, für Frieden und Erlösung, in einer heiteren glückhaften Atmosphäre. Tempera und Gold auf Baumwollgewebe. Originale, kostbare Brokateinfassung, mit Schutztuch und Stäben.
Bedeutende deutsche Privatsammlung, in den 1970er und 80er Jahren gesammelt, großteils bei Schoettle Ostasiatica, Stuttgart erworben
Kleine Abriebe und Altersspuren

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