Los 755
Feuervergoldete Bronze des 'Tianguan' auf einem Sockel, ein Zepter haltend
Schätzpreis:
5.000 € - 8.000 €
Ergebnis:
inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer
Beschreibung:
China, späte Ming-DynastieH. 41,7 cm
Aus einer alten Privatsammlung eines deutschen Künstlers, seit ca. Mitte 20. Jh. im Familienbesitz
Der Begriff „Tianguan“ (天官) bezeichnet im Daoismus den „Himmelsbeamten“, eine der drei zentralen Gottheiten der sogenannten „Drei Beamten“ (San Guan). Diese stehen für eine kosmische Ordnung, in der menschliches Verhalten moralisch bewertet wird. Tianguan gilt als wohlwollende Instanz, die Glück gewährt und Verdienste anerkennt. Ihm wird auch die Fähigkeit zugeschrieben, Sünden zu vergeben. Damit verkörpert er das Prinzip, dass gutes Handeln positive Auswirkungen auf das individuelle Schicksal hat. Die Figur spiegelt zugleich die bürokratische Struktur des kaiserlichen China wider: Wie ein Beamter verwaltet der Tianguan die moralische „Bilanz“ der Menschen. Seine Verehrung ist eng mit dem Laternenfest verbunden, das traditionell als sein Geburtstag gilt - Altersspuren und Abriebe


