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Los 2006

Beckmann, Max

Schätzpreis:

80.000 € - 120.000 €

Ergebnis:

inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

Leipzig, 1884 - New York, 1950
110 x 100 cm, R.
„Judith und Holofernes“, 1912. Öl auf Leinwand. In Öl unten rechts signiert und datiert sowie oben rechts bezeichnet „HBSL“.
Göpel/Tiedemann, MB-G 152; Göpel, 152; Kaiser, 109 (dort 1911 datiert); Reifenberg/Hausen, 120 (dort 1911 datiert).
Atelier Max Beckmann.
Sammlung Henry B. Simms, Hamburg (bis 1922).
Sammlung Getrud Simms, Hamburg (1922 bis 1. Dez. 1930; Vermächtnis des Ehemanns).
Kunstsalon Paul Cassirer/Hugo Helbing, Berlin, Auktion 14. Nov. 1930, Taxe 2700 M, nicht verkauft.
Kunstsalon Paul Cassirer, Berlin, Dezember 1930 (Dez 1930 bis Febr. 1931, womöglich in Kommission).
Spedition Vetter, Berlin, für Simms (Februar 1931). Laut Aussage der Cassirer Datenbank ist das Werk am 23. 2. 1931 an die Spedition Vetter weitergegeben worden.
Wohl Rückgabe an Gertrud Simms als Eigentümerin.
Nach Angaben von Herrn Dr. Luckhardt, der sich intensiv mit der Sammlung Simms auseinander gesetzt hat, wurde das Gemälde wohl zwischen 1931 und 1937 wie fast alle Gemälde des Künstlers aus der Sammlung Simms veräußert.
7. 12. 1948 wurde das Gemälde vom Stuttgarter Kunstkabinett erworben. Es lässt sich leider nicht feststellen von wem, eventuell von von der Becke, Berlin. Es wurde dann als Eigenware in die 5. Auktion gegeben.
Stuttgarter Kunstkabinett Roman Ketterer, Stuttgart, 5. Auktion, „Gemälde - Plastiken - Graphik - Handzeichnungen - Aquarelle - Illustrierte Bücher - Kunstliteratur“, 7. April 1949, Lot 1254, Taxe 2500 M. In dieser Auktion wurde das Gemälde nicht verkauft.
Am 11. 7. 1949 verkauft (angek. über Jietermann).
Privatsammlung, Baden-Württemberg.
Privatbesitz, Stuttgart (in den 1980er Jahren durch Erbschaft vom Vorgenannten erhalten).
Ausstellung
Paul Cassirer, 15. Jahrgang 1912/13, Vierte Ausstellung, Max Beckmann, 47 Gemälde, Berlin Januar - Februar 1913,
Katalog 6 Seiten.
Erste umfangreiche Einzelausstellung in Berlin. Gleichzeitig erschien die Beckmann-Monographie von Hans Kaiser. Zahlreiche Kritiken in Zeitschriften und Tageszeitungen.
„Ausstellung einer Gemäldesammlung aus Hamburger Privatbesitz - Zum Besten der Unterstützungskasse der Kameradschaftsbundes der 76er zu Hamburg“, Kunsthalle Hamburg Mai - Juni 1918, Nr. 4 „Judith“, mit Katalog.
Literatur
Hans Kaiser, „Die Kunst Max Beckmanns“, Paul Cassirer, Berlin 1913, S. 12, S. 31 Skizze zum Gemälde, Kat.-Nr. 109 (Gemälde).
„Ausstellung einer Gemäldesammlung aus Hamburger Privatbesitz“, Kunsthalle Hamburg, Hamburg 1918, Nr. 4.
Kunstsalon Paul Cassirer (Hrsg.): „Meister des 19. Und 20. Jahrhunderts aus der Sammlung H. B. Simms, Hamburg, aus Berliner und Breslauer Privatbesitz“, Versteigerung bei Cassirer/Helbing, Berlin 1330, Nr. 8 (mit Abbildung).
Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse (Hrsg.), „Die Weltkunst“, München 1930, Jahrgang IV, Nr. 44, S. 1f.
Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse (Hrsg.), „Die Weltkunst“, München 1930, Jahrgang IV, Nr. 47, S. 4.
Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse (Hrsg.), „Die Weltkunst“, München 1930, Jahrgang IV, Nr. 47, S. 9.
„Kunst und Künstler - Illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst“. Jahrgang XXIX, Berlin 1931, S. 131f.
„Gemälde - Plastiken - Graphik - Handzeichnungen - Aquarelle - Illustrierte Bücher - Kunstliteratur“, Kunstkabinett Roman Ketterer, Stuttgart 1949, Auktionskatalog 5, Lot 1235.
Ewald Gäßler, „Studien zum Frühwerk Max Beckmanns - Eine motivkundliche und ikonographische Untersuchung zur Kunst der Jahrhundertwende. Göttingen 1974, S. 160 - 163.
Ernst-Gerhard Güse, „Das Frühwerk Max Beckmann - Zur Thematik seiner Bilder aus den Jahren 1904 - 1991“, Frankfurt/M. 1977, S. 44f, Abb. Nr. 31, S. 105.
Stephan von Wiese, „Max Beckmanns zeichnerisches Werk 1903 - 1925, Düsseldorf 1978, S. 154, Abb. 137 und 138.
Doris Schmidt (Hrsg. und kommentiert), „Max Beckmann - Frühe Tagebücher 1903/04 und 1912/13“. München 1985, S. 109ff.
Klaus Gallwitz, Uwe M. Schneede und Stephan von Wiese (Hrsg.), „Max Beckmann Briefe. 1925-1937 (Band II)“. München / Zürich 1994.
Anette Kruszynski, „Max Beckmann. Die Nacht“, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Stuttgart 1997.
Ursula Harter, „Geschlechterkampf“, in: „Circus Beckmann: Werke aus dem Sprengelmuseum Hannover, der Sammlung Ahlers und internationalen Sammlungen“, Sprengel Museum, Hannover 1998, S. 64.
Christian Lenz, „Max Beckmann und die Alten Meister. »Eine ganz nette Reihe von Freunden«“. Heidelberg 2000.
Dagmar Lott-Reschke, „Du holde Kunst, ich danke dir - Henry B. Simms - Kaufmann und Sammler“, in: Ulrich Luckhardt und Uwe M Scheede (Hrsg.), „Private Schätze - Über das Sammeln von Kunst in Hamburg bis 1933“, Hamburg 2001, S. 62ff und S. 246.
Eva Reich: „Die Max Beckmann Gesellschaft im Jahr 2016“, in: Christina Lenz (Hrsg.) im Auftrag der Max Beckmann Gesellschaft, „Max Beckmann - Beiträge 2017“, München 2017, S. 86 - 91.
Bernhard Echte und Walter Feilchenfeldt (Hrsg.), „Kunstsalon Paul Cassirer - Die Ausstellungen 1910 - 1912“, Wädenswil 2016. S. 254 - 298, Abb. S. 285.