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Los 882

Seltene Duomuhu-Kanne mit Deckel, aus Lack und feuervergoldeter Bronze im tibetischen Still 'mdong-mo'

Schätzpreis:

1.200 € - 1.800 €

Ergebnis:

9.712 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

China, 18. Jh.
H. 44,5 cm
Aus altem deutschen Diplomatenbesitz, durch Erbschaft an die jetzigen Besitzer
Die Form des Duomuhu leitet sich von einem tibetischen Vorbild ab, dem „Bey Lep“, der in lamaistischen Klöstern zur Aufbewahrung von Milchtee diente. In China blickt er auf eine lange Geschichte zurück, die in der Yuan-Dynastie begann, als die Religion unter Kublai Khan erstmals eingeführt wurde. Eine Qingbai-Kanne dieser Form, die an einer Fundstätte aus der Yuan-Zeit ausgegraben wurde, befindet sich heute im Capital Museum in Peking und ist im „Zhongguo Wenwu Jinghua Da Cidian, Ceramics“, Nr. 614, abgebildet. Die säulenförmige tibetische Kanne scheint während der Ming-Dynastie nicht besonders beliebt gewesen zu sein, selbst in Regierungszeiten, in denen der tibetische Buddhismus florierte. Während der Qing-Dynastie jedoch, unter Kaiser Kangxi und seinem wiedererwachten Interesse an Tibet und dem tibetischen Buddhismus, tauchten Gefäße in dieser Duomu-Kannenform in Metallarbeiten und in Porzellan auf, Lackkannen dieses Typus sind sehr selten. Der tibetische Name für diese Art von Gefäß bedeutet „Behälter für Butter“, doch sie wurden auch für Milch und Wein verwendet - Part. kleinere alte Restaurierungen, minim. best., Altersspuren