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Los 13

Bedeutende feuervergoldete Bronze des Takkiraja

Schätzpreis:

40.000 € - 60.000 €

Zuschlagspreis:

50.000 €

Beschreibung:

Zentral-Tibet, 15.Jh.
H. 27,2 cm
Mit seinen kräftigen Beinen in Pratyalidhasana auf einem Lotussockel stehend, mit beiden Händen vor sich den Elefantenhaken oder Ankusha ergreifend, der mit einem halben Vajra gekrönt ist, den Tigerrock um die Hüfte drapiert und vorne verknotet tragend, das Tuch um die Schultern und den Kopf schwebend, dessen Bänder seine Arme umschlingen, während die Fransen an seinen Beinen herabfallen, der Schmuck üppig mit Halbedelsteinen besetzt, sein Gesicht zeigt einen zornigen Ausdruck mit vorgewölbten Augen unter hochgezogenen Augenbrauen, vertikalem Auge an der Stirn, breiter Nase, offenem Mund mit doppelter Zahnreihe, gemalten Gesichtsdetails, seine verlängerten Ohrläppchen sind mit je einem floralen Medaillon verziert, seine Frisur ist zu einem niedrigen Chignon gekämmt, der mit einem fünfblättrigen Diadem gesichert ist, das mit einem Paar Pattras und schwebenden Bändern verziert ist, die Rückseite ist mit einer rechteckigen, gegossenen Plakette versehen, um die rituellen Einsätze zu verdecken, unversiegelt.
Bedeutende österreichische Privatsammlung, erworben 1993 auf der Kunstmesse Wien bei Galerie Asboth, Wien
Publiziert und abgebildet im Katalog Wiener Hofburg, Kunst- und Antiquitätenmesse 1993, S. 78-79
Takkiraja oder der König der Begierde ist einer der Dharmapalas oder Beschützer des buddhistischen Gesetzes. Es gibt viele Dharmapalas im tibetischen Buddhismus, und jede Schule hat ihren eigenen Beschützer. Takkiraja ist besonders bei den Anhängern der Saskyapa-Schule beliebt. Hier wird er als eine der Zehn Großen Zornigen Gottheiten betrachtet, die die Richtungen an der Außenseite des Guhyasamaja-Mandalas bewachen. Sein Name wird auch im Guhyasamaja-Zyklus der Tantras selbst erwähnt. Als Bronzefigur ist er hier allein dargestellt, obwohl er ursprünglich vielleicht Teil einer anderen ikonographischen Dreiergruppe war, die als Drei Große Rote Gottheiten bekannt ist. Die beiden anderen sind Kurukulla und Ganapati.
Er wird zornig dargestellt und soll die Anhänger des Buddhismus vor Gefahren und Feinden schützen. Er hält einen eisernen Haken, der in den gebogenen Zinken einer halben Vajra endet. Dies erinnert daran, dass diese Attribute zur Unterstützung seiner buddhistischen Ziele eingesetzt wurden. Dieses Attribut hilft Takkiraja, die Kräfte zu überwinden, die uns im Kreislauf der weltlichen Existenz halten, und zieht alle Wesen zur spirituellen Befreiung, dem Hauptziel der buddhistischen Lehren.
Dieses schöne und äußerst seltene ikonografische Motiv wurde höchstwahrscheinlich in Zentraltibet oder vielleicht sogar in den südlichen zentralen Regionen des Landes gegossen. Takkirajas hervorragend ausgeführte und schön proportionierte Figurenform ist von Skulpturen des 15. Jahrhunderts bekannt, die von der Newari-Kunsttradition beeinflusst sind. Es ist nicht auszuschließen, dass in dem Atelier, in dem die Bronze geschaffen wurde, auch Newari-Künstler tätig waren. Der Körper scheint recht aufwendig mit üppigen Ornamenten und feiner Behandlung der Textilien ausgeführt zu sein, was zu einer lebendigen Komposition beiträgt.
Minimale Altersspuren

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