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Los 15

Seltene Thangka des Vaishravana

Schätzpreis:

5.000 € - 8.000 €

Zuschlagspreis:

50.000 €

Beschreibung:

Tibet, 15. Jh.
37 x 35,5 cm R.
Namthöse oder Vaishravana ist der Herr des Reichtums. Seine Hautfarbe ist wie reines Gold, er leuchtet wie hunderttausend Sonnen. In seiner rechten Hand hält er ein Siegesbanner, an dessen Spitze sich ein wunscherfüllendes Juwel (chintamani) befindet. In der linken Hand hält er einen juwelenspeienden Mungo. Namthöse ist reich gekleidet in fließende Seidengewänder und trägt ein Diadem. Über seinen Schultern befinden sich die Sonnen- und Mondscheiben. Er reitet auf einem weißen Löwen und ist umgeben von Reitern, den acht Herren der Pferde (tib.: tadag; Sanskrit: ashvapati), die ebenfalls reich gekleidet sind. Sie unterscheiden sich voneinander durch das Attribut, das sie in ihrer rechten Hand halten. Vaishravana ist derjenige, der den Reichtum verteilt, er ist der Herr des Reichtums. Als der Beschützer des Nordens ist er einer der Vier Lokapalas. Als solcher verteidigt er seine Richtung gegen Negativität und schützt die Praktizierenden vor allen Nachteilen. Eine Variante seines Namens ist Vaishramana, "Sohn der unermüdlichen Anstrengung", denn Reichtum wird durch ständiges Streben erlangt. In Wohlstandsritualen (yangjuk) werden seinem reinen Land, dem prächtigsten unter den Reichen der Vier Großen Könige, Opfergaben dargebracht. Er trägt eine Rüstung im iranischen Stil. Sein Kriegergewand weist auf Zentralasien hin. Er wurde besonders in Khotan verehrt. Er rettete ein Kloster in Balkh vor einem türkischen Angriff. Ein tibetischer Künstler aus Jang fertigte während eines Krieges zwischen Tibet und China ein Bild von ihm an. Begleitet von den acht Herren der Pferde führte er die tibetischen Truppen zum Sieg. Vaishravana ist das immerwährende Streben, das Schreiten der grenzüberschreitenden Karawanen der endlosen Zeit, die leidenschaftliche Suche nach Abenteuer und Wohlstand. Vaishramana symbolisiert die Kultur der ewigen Wanderschaft, den Ruf des Jenseits. In einer Schrift heißt es: "Der Wanderer findet Honig und süße Früchte. Seht die Pracht der Sonne, die nicht müde wird von ihren Wanderungen. Darum wandere, wandere". Der untere Teil zeigt den Stifter vor einem Altartisch mit Opfergaben und einem Pferd und einem Elefanten, die jeweils ein Juwel tragen, auf der Rückseite ist zweimal sein Name eingraviert. Unter Glas gerahmt.
Bedeutende deutsche Privatsammlung, in den 1970er und 80er Jahren gesammelt, großteils bei Schoettle Ostasiatica, Stuttgart erworben
Publiziert: Thangka Kalender 1997, Windpferd Verlag, gedruckt 1996, der Monat März
Minim. berieben, wenige Altersspuren

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