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Los 1818a

Gigaku-Maske vom Typ Kuron aus Holz

Schätzpreis:

1.500 € - 2.500 €

Zuschlagspreis:

Beschreibung:

Japan, vermutlich Muromachi-Periode
H. 34,5/ B. 25 cm
Ausdrucksstarker Kopf mit hoher buckeliger Stirn, die von Adern überzogen ist, großen Augen unter schräg nach oben ausgerichteten Brauen, aufgestülpter Nase und breiten, Zahnreihen. Große Ohren mit fleischigen Ohrläppchen. Farben über einer weißen Grundierung, Gesichtsfarbe generell schwarz, Farbe der hohen Stirn grünlich, der Augenrandzone rot.
Alte Berliner Privatsammlung, vor 2000 gesammelt
Das Tanz-Drama gigaku wurde im 7. Jahrhundert aus China nach Japan eingeführt und bei Hof und Tempelfesten, wie z. B. der Weihe einer großen Buddha-Figur, aufgeführt. Es bestand aus einer lockeren Folge pantomimischer Szenen, von oft burleskem Charakter, denen eine Prozession voranging.
Besonderes Merkmal der Aufführungen sind die übergroßen Kopfmasken aus Holz oder Trockenlack. Sie haben sich teilweise in ganzen Sätzen im Shôsoin, im Tôdaji und Tempeln wie dem Horyûji (heute im Tokyo Nationalmuseum) erhalten und stammen aus dem 7. und 8. Jahrhundert. Ab dem 13. Jahrhundert verschwand das gigaku und Elemente dieser Tänze wurden in das bugaku aufgenommen. Die Maskentypen stellen Personen aus Zentralasien, China und dem Buddhismus dar. In einer exhibitionistischen Pantomime stellt der Kuron/Konron, ein Mensch aus dem sagenumwobenen Kunlun 崑崙 im Westen von China einen Lustmolch dar, der jungen Frauen (gojo), nachstellt und denen Kongô Rikishi, ihr buddhistischer Beschützer, zu Hilfe kommt und dem Konron den Phallus ausreisst. Die Maske des Kuron ist der am wenigsten einheitlich dargestellte Typ unter den gigaku-Masken, mal hat sie ein tierisch Aussehen, manchmal ein eher menschliches
Vgl.: Heinz Lucas, Japanische Kultmasken, Der Tanz der Kraniche, Kassel 1956, S. 49, Abb. 13
Farbabplatzungen, etwas bestoßen

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