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Los 86

Tsongkhapas Herniederkunft vom Tushita-Himmel

Schätzpreis:

1.200 € - 1.800 €

Zuschlagspreis:

Beschreibung:

Tibet, 18. Jh.
50 x 32 (92 x 61) cm
Die zentrale Gestalt dieses Thangkas ist Tsongkhapa, der Begründer der Gelugpa-Schule in Tibet. Thangkas mit dieser Darstellung sind bekannt als Ganden Lha Gyama, oder „Die Hunderte Erleuchteter Wesen von Tushita“, denn es basiert auf einem Gebet an Tsongkhapa, das mit den Worten beginnt: “Aus dem Herzen des Herrn des Tushita-Himmels der Hunderten Erleuchteter Wesen.“ Diese Ausdrucksweise wendet sich an Buddha Maitreya den derzeitigen Herrn des Reinen Landes Tushita, und „Buddha der Zukunft“. Schlussendlich, wendet sich der Eingangsvers dieses Gebets an Tsongkhapa und seine beiden Lieblingsschüler aus dem Herzen Buddha Maitreyas zu entströmen. Sie erscheinen auf einer hoch aufgetürmten weißen Wolke. In der unteren rechten Ecke erscheint, hier im Bild, der Betende mit einem Reisopfermandala in seinen Händen. Er stimmt das Gebet an, und visualisiert dass Tsongkhapa und seine beiden Schüler vor ihm erscheinen. Am Ende der Meditation und Mantra-Rezitation erscheint Tsongkhapa dem Meditierenden, und löst sich in dessen Herzen auf. Auf diese Weise wird er eins mit Körper, Rede und Geist der Erleuchtung. Viele Gelug-Anhänger praktizieren dieses Verehrungsritual täglich als Vorbereitung ihrer Meditation und Zufluchtnahme. Im Zentrum der Malerei schwebt eine weiße „geschwänzte“ Wolke auf der Tsongkhapa - der Große Reformator - erscheint, begleitet von seinen beiden Schülern Khädup und Gyaltshab. Das Paradies Maitreyas, der Tushita-Himmel, erscheint über der Erscheinung Tsongkhapas. Maitreya sitzt dort auf seinem Thron, seine beiden Füße aufgestellt auf einem Mondlotos, und hält die Geste des Lehrens, wobei er gleichzeitig die weiße Wolke aus seinen Händen entlässt. Atisha und Domtönpa sitzen zu beiden Seiten Maitreyas. Mitte des 11. Jahrhunderts (ca. 1040/1042) wurde Atisha, vom ältesten Sohn des damaligen Königs von Guge, nach Tibet eingeladen. Dort traf er mit Dromtönpa zusammen, mit dem er viele ausgedehnte Reisen unternahm, bei denen beide sich mit Mönchen trafen, und Belehrungen erteilten. Unten links ist Yamaraja - Der Totengott - auf dem Stier abgebildet. In der Mitte ist ein Gabentisch aufgebaut mit Opfergaben zu Ehren Tsongkhapas. Tempera und Gold auf Baumwollgewebe, originale Thangka-Einfassung (interessante Gewebestruktur!), die Rückseite mit Inschrift in zinnoberroter Farbe.
Bedeutende deutsche Privatsammlung, in den 1970er und 80er Jahren gesammelt, großteils bei Schoettle Ostasiatica, Stuttgart erworben
Kleinere Altersspuren und Abriebe und umseitig Wasserspuren

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