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Los 10

Seltenes und feines röhrenförmiges Jade-Ornament

Schätzpreis:

6.000 € - 10.000 €

Ergebnis:

51.800 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

China, Neolithikum, Hongshan-Kultur, ca. 3800-2700 v.Chr.
H. 14,2 cm
Aus grüner, etwas gefleckter, durchscheinender Jade mit ockerfarbenen Kalzifizierungen, an der Basis mit zwei gegenüberliegenden Bohrungen.
Aus der Sammlung Zeileis, in den 1980er- und 90er-Jahren gesammelt
Die Funktion dieser Ornamente aus Jade wurde in der Vergangenheit oft diskutiert und früher als auf dem Kopf zu tragende Verzierung gesehen, durch welche ein Haarzopf geführt wurde. Eine mögliche andere Funktion wurde in der des Kornmessgeräts vermutet. Da dies jedoch ebenfalls nicht als gesichert angesehen werden kann, werden diese Objekte üblicherweise nicht in ihrer Funktion beschrieben sondern lediglich in ihrer Form.
Das hier vorliegende Stück zählt zu den wohl beeindruckendsten Beispielen dieser Gattung von Jadeschnitzereien aus der Hongshan-Kultur. Sowohl in Form als auch Zustand und Qualität der Bearbeitung sticht es aus ähnlichen Vergleichsstücken hervor.
Vgl. eines aus hellgrüner Jade in Avery Brundage Collection, im Asian Art Museum San Francisco, Objektnr. B60J226 sowie zwei kleinere Exemplare in: Neolithic Jades in the Collection of the National Palace Museum, Taipei, 1992, Nr. 125 und 126.
Vgl. außerdem einige Exemplare auf vergangenen Auktionen: Sotheby's Hong Kong, 10. Juli 2020, Lot 136; Sotheby's Paris, 15. Dezember 2016, Lot 23 (ex Slg. Max Loehr); Christie's Hong Kong, 30. November 2016, Lot 3209
Publiziert in: Friedrich Georg Zeileis, 'Ausgewählte Chinesische Jade aus sieben Jahrtausenden', Gallspach, 1994, Nr. 7, S. 10-11 - Minim. alte Best. am unteren Rand