Los 194
Schöner Hocker in 'qiangjin' und 'tianqi'-Lack gearbeitet
Schätzpreis:
600 € - 1.000 €
Ergebnis:
388 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer
Beschreibung:
China, Qing-Dynastie, ca. 18. Jh.H. 49,3 cm
Sammlung Ruth und Friedrich Boss, gesammelt in China zwischen 1911 und 1938
Tianqi („gefüllter Lack“) war mindestens seit dem 3. Jahrhundert bekannt, wurde aber während der Herrschaft von Jiajing (reg. 1522-66) und Wanli (reg. 1573-1620) immer beliebter. Mit dieser Technik, bei der verschiedene Lackfarben in eingeschnittene Konturen gefüllt werden, konnten die Kunsthandwerker attraktive Schattierungseffekte in leuchtenden Farben innerhalb klar definierter Formen erzielen, was besonders bei den malerischen Vogel- und Blumenszenen auf den oberen Tafeln deutlich wird. Da diese Technik sehr mühsam und zeitaufwendig ist, war sie meist kleineren Objekten vorbehalten. Vergleiche ein Paar Qianjin- und Tianqi-Hocker aus der Sammlung des Botschafters Pierre Landy, Paris, ca. 1960 - 76, die 1960 von Alice Boney, Tokio, erworben und aus dieser Sammlung bei Christie's Paris, 7.12.2007, Los 251, verkauft wurden - Kleine Restaurierungen und Altersspuren


