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Los 474

Speisegefäß aus Bronze vom Typ "ding"

Schätzpreis:

4.500 € - 6.500 €

Ergebnis:

inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

China, späte Frühlings- und Herbstperiode, 5. Jh. v. Chr.
B. 24,5 cm
Das Gefäß steht auf drei Kabriolettstützen und ist an den Seiten mit zwei unterschiedlich breiten Bändern eines sich wiederholenden, ineinandergreifenden, mit Leiwen gefüllten Schneckenmusters versehen, die durch ein Band mit Seildrehung getrennt sind. Auf dem Deckel befinden sich drei Ringe, die mit zwei konzentrischen Bändern und einem zentralen Medaillon mit demselben Muster verziert sind. Die Patina ist grau und bräunlich-grau gesprenkelt mit milchig-grüner Patina und Malachitverkrustungen auf der Innenseite des Gefäßes und Azuritverkrustungen auf der Innenseite des Deckels.
Aus einer europäischen Privatsammlung, am 18. Mai 1995 bei L.H.W. Hong Kong erworben
Ein ähnliches Gefäß mit Deckel von vergleichbarer Größe, datiert auf das frühe 5. Jahrhundert v. Chr., wird von J. So in Eastern Zhou Ritual Bronzes from the Arthur M. Sackler Collections, The Arthur M. Sackler Foundation, Arthur M. Sackler Gallery, 1995, S. 158-9, Nr. 20, abgebildet, wo die Autorin auf S. 159 feststellt, dass Gefäße mit demselben „T-förmigen Dekor hauptsächlich aus dem Becken des Gelben Flusses“ und gelegentlich aus weiter nördlich gelegenen Gebieten zu stammen scheinen. Sie erwähnt auch ein sehr ähnliches Gefäß im Museum für fernöstliche Altertümer in Stockholm und illustriert, S. 160, Abb. 20.1, ein weiteres ähnliches Ding mit Deckel aus Shanxi Tunliu Wujiagou, das auf das frühe 5. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, sowie eine Zeichnung eines elliptischen Dou mit Deckel aus Shanxi Hunyuan Liyu, das die gleiche Rollendekoration aufweist, S. 161, Abb. 20.2. Der Autor stellt ferner fest, dass Fragmente mit ähnlichen Mustern darauf hindeuten, dass Gefäße mit diesem Muster wahrscheinlich in der Gießerei in Shanxi Houma hergestellt wurden.