Mouseover Zoom loading...

Los 471

Zwei bemalte Keramikgefäße und ein Becken

Schätzpreis:

4.000 € - 6.000 €

Ergebnis:

inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

China, neolithische Periode, Majiayao-Kultur, spätes 4. bis spätes 3. Jahrtausend v. Chr.
D. 21,5 cm / H. 35-37,5 cm
Die zusammengedrückten kugelförmigen Gefäße mit zwei Ösen und zylindrischen Hälsen, die Körper und Hälse in Rot und Schwarz mit kräftigen Spiralen bemalt, das Becken mit flachem Boden, innen und außen mit kreisförmigen und wellenförmigen Linien bemalt.
Aus einer europäischen Privatsammlung, die Schale und das kleinere Gefäß am 12. Juni 1995 bei L.H.W. Hong Kong erworben - Partiell minim. best.
Vgl. die Gefäße und Becken mit Christie's New York, 22. März 2024, Lots 906, 1043 und 1045 sowie 21. März 2019, Lot 1218. Vgl. das rechts abgebildete Gefäß mit S. Valenstein, A Handbook of Chinese Ceramics, New York, 1989, S. 1, Nr. 5 sowie das Becken mit einem vergleichbaren Exemplar, welches auf S. 6, Nr. 4, abgebildet ist.
Diese Art von Vorratsgefäßen stellen die charakteristischsten Gegenstände der Majiayao-Kultur dar. Die Entwicklung dieser Gefäße mit ihrer markanten, oft welligen Linienführung und in auffälligen schwarzen und roten Pigmenten wird meist mit einer deutlichen Änderung in der Herstellungsweise chinesischer Keramik in Verbindung gebracht. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern wurden die Gefäße der Majiayao-Kultur in zentralisierten Werkstätten hergestellt, wovon die größte dieser Art in Baidaogouping, Gansu, gefunden wurde. Das Ausmaß der Herstellung deutet darauf hin, dass hier eine Interaktion zwischen den Jägern und Sammlern der Qinghai-Region mit der nach Westen expandierenden Yangshao-Kultur zu einem Entwicklungssprung an sozialer Komplexität führte.