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Los 156

Rotbraun gestreifte „Jian“-Schale

Schätzpreis:

1.000 € - 1.500 €

Ergebnis:

3.885 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

China, Südliche Song-Dynastie
D. 12 cm
Getöpfert mit tiefen Seiten, die von einem kurzen geraden Fuß zu einer dünnen konkaven Rille unterhalb des Randes ansteigen, überzogen mit einer glänzenden schwarzen Glasur, die mit rostrotem „Hasenfell“ durchzogen ist, das vom Rand aus läuft und sich in der Rille sammelt, wobei die Glasur sauber über dem Fuß aufhört und den dunkelbraunen Körper freigibt,
Sammlung Dr. Rainer Kreissl (1924 - 2005), vor 1990 gesammelt - Bedeutende süddeutsche Privatsammlung
Die Jian-Schalen mit Hasenfellstreifen, die vom Song-Kaiser Huizong (reg. 1101-25) als eines der begehrtesten Teewaren angesehen wurden, genossen nicht nur in China, sondern auch in Japan hohes Ansehen. Die dunkle und dynamisch gesprenkelte Innenseite bildet einen reizvollen Kontrast zu dem feinen weißen Schaum des aufgeschlagenen Tees. Die in den Jian-Brennöfen der Provinz Fujian hergestellten Schalen wurden wahrscheinlich bereits in der Kamakura-Zeit (1185-1333) nach Japan gebracht, als japanische Mönche die Kunst der rituellen Teezubereitung in buddhistischen Tempeln in Südchina entdeckten.
Siehe ähnliche Schalen dieses Typs, darunter eine, die im Nationalen Palastmuseum in Taipeh aufbewahrt wird (Zugangsnummer 故-瓷-008624), und drei weitere Exemplare, die sich jetzt im Metropolitan Museum of Art in New York befinden (Zugangsnummern 29.100.230 , 29.100.227, 17.179.2), wobei das erste kürzlich in die Ausstellung Kyoto: Capital of Artistic Imagination, New York, 2020, die zweite abgebildet in Denise Patry Leidy, How to Read Chinese Ceramics, New York, 2015, Taf. 15 - Sehr schön erhalten