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Los 890

Munakata Shikô (1903-1975)

Schätzpreis:

1.500 € - 2.500 €

Ergebnis:

inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

Japan, datiert 1973, Showa - Periode
34 x 28 cm / 60 x 53 cm
Zwei Holzpuppen von Kabuki Schauspielern. Holzschnitt, sumizuri-e, mit von Hand aufgetragener Farbe. Am unteren Blattrand Aufschrift in Bleistift und zwei Siegel, eines gelesen: Setsujô: 志功 Munakata 1973.3. (阿波の木偶) … 徳島 (Shiko Munakata (Holzpuppen aus Awa) … Tokushima). Blatt stammt aus einem Kalender Titel Awa no mokugû 阿波の木偶 (Holzpuppen aus Awa).
Aus einer deutschen Privatsammlung, gesammelt zwischen den 1970er und 80er Jahren, auf der Rückseite Etikett der Galerie Voigt, Nürnberg - Shiko Munakata (1903-1975), in der Präfektur Aomori geboren, war ein Holzschnittkünstler, der vor allem für seine kraftvollen Schwarz-Weiß-Drucke und seine expressiven, skizzenhaften Linien bekannt ist. Als Autodidakt begann er zunächst mit der Ölmalerei, wandte sich jedoch 1926 unter dem Einfluss von Sumio Kawakami dem Holzschnitt zu und erhielt kurze Zeit Unterricht bei Un’ichi Hiratsuka. Er wurde eine wichtige Figur der sōsaku hanga-Bewegung, stellte unter anderem mit der Kokugakai (1932-1953) und der Nihon Hanga Kyōkai (1932-1938) aus und integrierte ab den späten 1930er-Jahren zunehmend buddhistische Themen in sein Werk, unterstützt von Soetsu Yanagi und der mingei-Bewegung. Während der Bombardierung Tokios 1945 zog Munakata nach Toyama, wo er seine künstlerische Arbeit fortsetzte und bald internationale Anerkennung erlangte. Er gewann erste Preise in Lugano (1952), São Paulo (1955) und Venedig (1956). 1959 verbrachte er ein Jahr in den Vereinigten Staaten, wo er umfassend ausstellte, und erhielt später die buddhistischen Ehrentitel „Hokkyo“ (1959) und „Hogan“ (1962). Weitere Auszeichnungen folgten, darunter die Medaille der Ehre (1963), der Kulturpreis der Asahi Shimbun (1965) und der Orden für Kulturverdienste (1970) - Minim. berieben, gerahmt