Los 18
Impasto-Olla mit Schachbrettmuster
Schätzpreis:
3.000 € - 5.000 €
Ergebnis:
2.590 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer
Beschreibung:
Frühetruskisch, 2. Hälfte 7. Jh. v. Chr.H. 43 cm
Rötlicher Ton; matte Oberfläche mit teils noch erhaltenem aufgesetztem Weiß. Ähnliche Form mit breiter Mündung, deren wulstige Lippe durch eine feine Rille abgesetzt ist. Bis auf zwei schmale Zonen am unteren und oberen Rand der Wandung mit Feldern dekoriert, deren Umrisse in dünnen Stegen aufgesetzt sind: fünf Reihen von nach unten kleiner werdenden gegeneinander versetzten Vierecken zwischen zwei Reihen mit Dreiecken; jedes zweite Feld teils mit teils kleinen Resten von weiß bemalt.
Bedeutende Privatsammlung Rheinland, erworben am 5.10.1963, Lot 155 bei der Münzen und Medaillen AG, Basel, publiziert im Katalog Kunstwerke der Antike, Tafel 56, links oben und S. 83 mit Texteschreibung, durch Erbgang innerhalb der Familie an den jetzigen Besitzer
Eine Olla ist ein bestimmter Gefäßtyp, der schon in der Antike sehr verbreitet war. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen (olla oder aula = Topf, Kochgefäß) und bezeichnet und dienten in der Antike vor allem als Koch-, Vorrats- oder Grabgefäß (Urne).
Ollas mit ähnlichem Dekor aus Poggio Buco bei G. Matteucig, a. O. (Nr. 4) T. VI, 3 und T. XV, Io und aus Vulci bei E.H. Dohan, Italic Tomb-Groups (1942), T. 47, 4; diese unterscheiden sich jedoch von unserer Urne dadurch, dass die Vierecke in Schachbrettmuster versetzt sind. Vergleichen Sie zwei ähnliche Ollas versteigert bei Christie's New York, 17.10.2023, Lot 10 - Oberfläche leicht beschädigt, weiß verblasst; ein Teil der Mündung ergänzt, sonst intakt


