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Los 213

Kobori, Tomoto

Schätzpreis:

400 € - 600 €

Ergebnis:

inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

Japan (1864 - 1931)
127,5 x 75,5 cm
Malerei, vermutlich Teil eines Sets. Tusche und Farbe auf Seide. Darstellung eines Samurai beim Ankleiden mit zwei Dienern. Rechts unten Siegel:Tomoto no in 鞆音之印. Als Hängerolle montiert
Aus einer alten deutschen Privatsammlung - Kobori Tomoto (1864-1931) war ein bedeutender japanischer Maler der Meiji-, Taishō- und frühen Shōwa-Zeit sowie eine Schlüsselfigur bei der Wiederbelebung der traditionellen Yamato-e-Malerei. Als Gründungsmitglied des Nihon Bijutsuin spezialisierte er sich auf historische Themen und Darstellungen von Kriegern. Im Jahr 1917 wurde er zum Hofmaler des Kaiserlichen Hofamtes (Teishitsu Gigei-in) ernannt, einer der höchsten Auszeichnungen, die einem Künstler im Japan jener Zeit zuteilwerden konnten. In dieser Funktion schuf er Werke für den Kaiserhof und behielt den Titel bis zu seinem Tod im Jahr 1931. Das vorliegende Gemälde veranschaulicht Koboris Meisterschaft in der historischen Genremalerei. Die Darstellung eines Samurai, der von zwei Dienern beim Anlegen seiner Gewandung beziehungsweise Rüstung unterstützt wird, zeigt einen Moment der Vorbereitung statt des Kampfes selbst und betont Disziplin, Rangordnung und rituelle Handlung. Die sorgfältige Wiedergabe der Kleidung und die feine erzählerische Gestaltung spiegeln Koboris anhaltende Beschäftigung mit Japans kriegerischer Vergangenheit wider, die ein zentrales Thema seines Schaffens bildete. - Minim. Altersspuren, partiell leichte Falten.