Los 1192
Zhang Feng (tätig 1628-1662) attr.: Vier Albumblätter mit Vögeln und Landschaften
Schätzpreis:
3.000 € - 5.000 €
Ergebnis:
7.122 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer
Beschreibung:
China, Qing-Dynastie35,5 x 26,2 cm (54,5 x 44 cm R.)
Tusche auf Papier, montiert und unter Glas gerahmt. 1) Elster auf blühendem Pflaumenzweig. Zyklisch datiert guichou und sign. Dafeng. Siegel: Zhang Feng zhi yin. Zwei Sammlersiegel. 2) Schwalben auf Weidenzweig. Sign. Shengzhou Daoshi xi mo (Daoist aus Shengzhou zur Freude gemalt). Zwei Siegel: Zheng Feng zhi yin, Dafeng. Ein Sammlersiegel. 3) Landschaft mit Wanderern und Einsiedlerhütten. Sign. Zhang Feng hua (gemalt von Zhang Feng). Siegel: Zhang Feng zhi yin. Ein Sammlersiegel. 4) Flusslandschaft mit Wanderern und Weiden. Sign. Dafeng fu (Der alte Dafeng). Siegel: Zhang Feng zhi yin. Ein Sammlersiegel.
Aus der Privatsammlung Dr. Adam Breuer (1868 - 1944), erworben um 1900 - Zhang Feng, ursprünglich Feng (飌) genannt, mit dem Höflichkeitsnamen Dafeng und verschiedenen Künstlernamen wie Shangyuan Laoren, Zhenxiang Fokong und Shengzhou Daoshi - wurde im Kreis Shangyuan (heute Teil von Nanjing in der Provinz Jiangsu) geboren. Er war ein Maler der Jinling-Schule während des Übergangs von der Ming- zur Qing-Dynastie und ein bekannter Loyalist der Ming-Dynastie. Sein Malstil war unverwechselbar; frei von Bindungen an eine bestimmte Tradition oder Schule, konzentrierte er sich vor allem auf den Ausdruck seiner inneren Gefühle. In den Kunstkreisen seiner Zeit galt er als „einsamer Wanderer“ - ein Künstler, der seinen eigenen Weg ging und einen ganz eigenen Stil entwickelte. Seine Werke, die oft eine Sehnsucht nach der untergegangenen Ming-Dynastie sowie eine zurückgezogene Haltung als Ausdruck seiner Weigerung, dem neuen Regime zu dienen, widerspiegeln, sind von besonderer kunsthistorischer Bedeutung. Zudem ist er jene Persönlichkeit, nach der Zhang Daqian sein Atelier „Dafeng“ benannte.
Das Bild mit den beiden Wanderern in Winterlandschaft mit Brücke ist publiziert in der Ausstellung 'Chinesische Kunst' Preussische Akademie der Künste Berlin, 1929, Nr. 790 und alle Bilder sind gelistet im Auktionskatalog Otto Kümmel 'Die Sammlung A. Breuer, Cassirer und Helbing Berlin, 14.5.1929, siehe Lots 289-294 - Die beiden Landschaftsbilder jeweils rückseitig mit Etikett der Royal Academy of Arts, London. International Exhibition of Chinese Art, 1935-6. Ser. Nos. 2883 und 2884, die jedoch nicht mit den Katalognummern der Publikation dieser Ausstellung korrespondieren, das schon 1929 in Berlin publizierte Bild ist hier unter Nr. 2981 publiziert, das zweite Landschaftsbild unserer Gruppe ist hier unter Nr. 3000 auf Seite 269 publiziert - Minim. Altersspuren


