Los Y220
Jagdhorn aus Elfenbein
Schätzpreis:
3.000 € - 5.000 €
Ergebnis:
inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer
Beschreibung:
Kongo, wohl Vili, 19. Jh.L. 38,5 cm, D. 6,5 cm
Fein geschnitzter Elefantenzahn, wohl Vili In leicht konischer, sich verjüngender Form, am schmalen Ende mit einem mandelförmigen Mundstück. Der Zahn ist umlaufend mit einem spiralförmig angelegten Ornamentband verziert, das eine Prozession naturalistisch dargestellter menschlicher Figuren und Tiere zeigt. Die Figuren tragen überwiegend Lendenschurze; dazwischen sind fein im Hochrelief geschnitzte Affen dargestellt. Einzelne Figuren erscheinen in typisch europäischer Bekleidung und verweisen auf den Austausch zwischen afrikanischer Schnitztradition und europäischer Nachfrage. Fein eingeritzte Details wurden zur Hervorhebung mit schwarzem Pigment eingerieben. Gealterte gelbe Patina. Gewicht: 440 g.
Die qualitätvollen Elfenbeinschnitzereien Afrikas wurden bereits früh in Europa geschätzt und gelangten als begehrte Handelsware auf den europäischen Markt. Neben den afro-portugiesischen Elfenbeinarbeiten Westafrikas, insbesondere aus Sierra Leone, entwickelte sich auch im Kongo eine eigenständige, von der europäischen Nachfrage beeinflusste Schnitztradition. Die phantasievollen und variantenreichen Darstellungen verbinden einheimische Bildmotive mit europäischen Einflüssen
Bedeutende rheinländische Privatsammlung, erworben bei Sotheby’s New York am 18. Mai 1993, Los 169, dort beschrieben als aus einer portugiesischen Sammlung stammend, ursprünglich um 1900 von Eduardo Ferreira Viana, dem Kolonialgouverneur von Angola, gesammelt. . - Das EU-Handelszertifikat für dieses Los liegt vor
Dieses Los darf nicht aus der EU ausgeführt werden.


