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Los 104

Butterlampe für den Altar aus Silber

Schätzpreis:

500 € - 800 €

Ergebnis:

647 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer

Beschreibung:

Tibet, 19. Jh.
H. 24,5 cm
Butterlampen gibt es in allen Größen, vom kleinsten Schälchen bis zu fast mannshohen Gefäßen, für das Butteropfer. Je kleiner die Lämpchen desto größer die Anzahl der aufgereihten Schälchen. In diesen Gefäßen befindet sich am Grund ein kleines Loch in das der Docht aus gezwirbelter Baumwolle gesteckt wird. Das Gefäß wird randvoll mit verflüssigter Butter oder Gee gefüllt, und der Docht entzündet. Die kleinen unzähligen, flackernden Flämmchen ergeben in den meist düsteren Räumen ein sehr warmes, fast mystisches Licht, der dabei entstehende Ruß ist für die räumliche Umgebung, und deren darin sich befindlichen Gegenstände, jedoch nicht gerade zuträglich. Dies scheint die darin sich aufhaltenden Menschen nicht zu stören. Es findet in den Tempeln ein ständiges Kommen und Gehen statt, um die Butter in den Lampen immer wieder nachzufüllen. Aber auch in den Behausungen darf das Licht in den Butterlampen niemals erlöschen, denn wichtig ist dabei die Butter als Dankopfer an die Gottheiten, und gleichzeitig eine Bitte um langes Leben. Daher befindet sich in der Mitte des Lampenfußes dieser Butterlampe symbolisch eine mit Mustern ziselierte Lebenswasservase, aus der vier vergoldete Blätter mit kleinen Türkisen verziert, in die vier Himmelsrichtungen ragen. Der untere Teil des Fußes ist mit rippenartig geformten, stilisierten Lotosblättern gestaltet.
Bedeutende süddeutsche Privatsammlung, vor 2000 bei Schoettle Ostasiatica erworben - Altersspuren