Los 118
Zehn Beschläge eines alten Sattels
Schätzpreis:
900 € - 1.500 €
Ergebnis:
15.540 € inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer
Beschreibung:
Ost-Tibet, ca. 18.Jh.B. 9 - 37,5 cm
Eisen, Gold. Diese außergewöhnlich kunstvoll gearbeiteten Metallplatten, der Front- und Rückseite eines Pferdesattels, sind aus dünnem geschmiedetem Eisen gefertigt. Die feinstens ausgestalteten Blattornamente, mit hoher handwerklicher Fertigkeit durchstochen und ziseliert, zeigen inmitten ihres Rankenwerks plastisch erscheinende Drachen und Phönixvögel. Auch die ergänzenden Beschläge weisen kunstvoll gearbeitetes Dekor auf. Die gesamten figürlichen Darstellungen und Ornamente sind oberflächlich mit Sticheln geritzt und mit damaszierendem Verfahren vergoldet. Es handelt sich bei dieser Arbeit um ein Meisterwerk, wie es typischerweise in Derge, Provinz Kham, beheimatet ist, und konnte als Reitutensil nur von hochgestellten Persönlichkeiten in Auftrag gegeben und genutzt werden.
Bedeutende süddeutsche Privatsammlung, vor 2000 bei Schoettle Ostasiatica erworben
Literatur: Donald J. La Rocca, Warriors of the Himalayas, Rediscovering the arms and armor of Tibet; The Metropolitan Museum of Art, New York, 2006: 214ff - Altersspuren, berieben


