Los 172
Vier Tempelbilder mit Tribunal vor den Höllenkönigen
Schätzpreis:
2.500 € - 3.500 €
Ergebnis:
inkl. Aufgeld und Mehrwertsteuer
Beschreibung:
China, ca. 18th c.123,5 x 70 cm (130 x 76 cm R.)
Pigmente auf Leinwand, Holzrahmen mit Spiegelleisten. Drei Bilder zeigen jeweils das Gericht eines der Zehn Höllenkönige: Der Bianchengwang (Richter der 6. Hölle, hier beschriftet 7. Hölle). Vor ihm sägen zwei Dämonen einen bestraften Sünder zu Tode; Der Yanluowang (Richter der 5. Hölle), der durch das dunkle Gesicht erkennbar ist. Er ist flankiert von Beamten und den beiden Wächtern - "Ochsenkopf" und "Pferdegesicht". Im Vordergrund findet sich die Naihe-Brücke ("Brücke des Hilflosigkeit") über einen Blutfluss voller "Einsamen Geister und Wilden Gespenster" sowie Insekte und Schlangen, die jede Seele überqueren muss; Ein weiteres Gericht mit ähnlicher Komposition. Im vierten Bild wird die Überführung der Seele in die Hölle dargestellt, wo die beiden Dämonen "Heibai Wuchang" ("Schwarze und Weiße Unbeständigkeit") sichtbar sind.
Europäische Privatsammlung, erworben vor 2007 - Alterssch., Risse, part. rest.
Bei Buddhismus und Daoismus gibt es die Hölle (Di Yu), wo man nach dem Tod für Verfehlungen bestraft wird. Die Hölle hat zehn Einzelhöllen, die jeweils von einem Höllenkönig regiert werden. Dort werden die Lebensbücher der Menschen verwaltet. Nach dem Gerichtsurteil wandert die Seele durch die verschiedenen Höllen, um ihre Strafe zu empfangen. Zum Schluss erfolgt auch bei den „Sündern“ die Wiedergeburt. Vorher trinkt man aber einen Trank des Vergessens, um sich nicht mehr an das vergangene Leben und die Höllenqualen zu erinnern


